Blog-Artikel mit dem Tag „Hypertufa“

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    Update 03.09.2017 "Ewiges Terrarium

    Heute mal ein kleines Update vom ewigen Terrarium, da sich bin 2 Tagen doch recht viel ereignet hat, denn der kleine Baum Mittig vom Terrarium bekommt neue Blätter..


     

     

     



    Da der Deckel nicht verklebt ist, nur mit Tesa- Klebeband angeklebt ist, hab ich es heute mal durch schwarzes Panzertape ausgetauscht (optikhalber) und in diesem Zuge ist auch gleich ein Baumgeflecht eingezogen, den genauen Namen kenne ich leider nicht (wer ihn kennt, gern im Kommentar erwähnen)...


     

     

     



    Auch das kleine andere Bäumchen, welches plötzlich aus dem nichts auftauchte, entwickelt sich, was es wird,kann ich momentan noch nicht sagen.



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    In diesem Artikel geh ich mal auf den Bau eines ewigen Terrariums ein, ein ewiges Terrarium ist ein geschlossener Behälter, er kann aus Marmeladen- Einmach- Gläsern, aber natürlich auch aus kleinen bis Großen Aquarien bestehen. Die wohl am häufigste variante und wohl auch bekannteste, sind Glühbirnen. In meinem Fall gehe ich aber auf ein kleines Aquarium 40x25x25cm ein.

    Ich hab mich lange mit dem Thema beschäftigt, Youtube Videos... Webseiten... leider findet man auf Webseiten recht wenig darüber.. Aber die Begeisterung siegte und somit besorgte ich mir alle notwenigen Materialien.


    Material

    Gesamt ca. 95€


    Zusätzlich werden noch etwa 2kg Splitt oder auch Blähton benötigt (für die Drainage) .


    1. Rückwand

    Damit das Ganze auch ansehnlich wird, sollte man eine Rückwand verbauen, auf Seitenwände habe ich in meinem ewigen Terrarium verzichtet, so wirkt es optisch breiter.

    Zunächst wird das Styropor auf die entsprechenden Maße geschnitten Innenmaß vom Aquarium, und in Struktur gebracht, sei es durch aufkleben anderer Styropor- Stücke oder durch einritzen, da sind den Phantasieren freien Lauf gelassen. Das zugeschnittene und in Form gebrachte Styropor, wird dann mit dem Flex Fliesenkleber einmal ab gespachtelt oder ab gepinselt, es sollte am ende eine 2-3mm Schicht entstehen.


     


    Das Ganze sollte einmal komplett Durchtrocknen, man kann eventuell mit einem Heißluftfön nachhelfen, aber bitte mit bedacht, so das das Styropor nicht schmilzt.


    1.1 Hypertufa


    Wer Hypertufa nicht kennt, auf meiner Seite zum Hypertufa, steht alles geschrieben.


    Nun aber zum Hypertufa, ich habe es vorab trocken gemischt. dazu einen Becher Weiß Torf und einen Becher Zement CEM I, das ganze trocken vermischt und klumpen mit den Händen zerdrückt (Einweghandschuhe tragen), dann kaltes klares Wasser beigeben, so das eine schmierige Konsistenz entsteht, quasi wie knete, wer vorab seine Rückwand Strukturiert hat, nimmt hier mehr Wasser, so das eine Pudding artige Konsistenz entsteht. Dann wird alles bestrichen bzw. geformt.


     

     

     

     


    Das Hypertufa kann man dann noch mit einem weichen Pinsel anfeuchten und nochmals Weiß Torf aufstreuen und festdrücken. Das Ganze muss definitiv einmal komplett durchtrocknen, das kann, je nach schichtdicke des Hypertufas, mehrere Tage dauern. Vorsicht mit dem Heißluftfön oder andere Wärmequellen, die Rückwand könnte Risse bekommen.



    1.2 Hypertufa- Rückwand einkleben


    Die trockene Hypertufa- Rückwand, wird mit einem Wasserfesten Klebstoff eingebracht, ich verwende hierfür gern denn Soudal FIX ALL CRYSTAL Dichtklebstoff, er ist sogar Lebensmittelgeeignet, es sollte ringsum eine geschlossene Naht gezogen werden, so das eventuell hingebrauchtes klein Getier nicht hinter die Rückwand gelangt.


    (Fix All Crystal D.PDF Produktbeschreibung)

    2. Deckel LED- Beleuchtung

    Die Schwarze Bastelplatte aus PVC, wird passgenau zugeschnitten, hier reicht normal ein Cutter Messer völlig aus, wichtig ist, dass man das Aquarium Außenmaß nimmt. Dann wird der LED Strip passend zerschnitten (immer gleich Große Stücke und an den vorgesehenen Stellen), mit den L- Verbindern wird Reihe für Reihe aufgeklebt. In den Deckel sollte man ein Loch bohren, so das das Kabel durch den Deckel nach Außen geführt wird, das Loch sollte dann abgedichtet werden, entweder mit den All Fix oder man hat eventuell etwas Silikon zur Hand.


    (ich hatte keine L- Verbinder zur hand, deswegen verlötete ich alles)

     

     

     

     

    3. Drainage und Substrat

    Die Drainage Schicht sollte aus Blähton oder feinen Splitt bestehen und um die 3cm hoch sein, so kann das eventuelle Wasser was zu viel ist, sich darin sammeln. Das eigentliche Substrat, kann Waldboden sein (hier aber bitte nicht die Flora des Waldes stören) oder man nimmt den Rest Weiß Torf vom Hypertufa. Das Substrat sollte um die 4-5cm hoch eingebracht.

    4. Pflanzen / Moose

    Etagenmoos, Hylocomium splendens
    Rotstengelmoos, Pleurozium schreberi
    Lebermoos

    Grünstengelmoos, Scleropodium purum
    Thujamoos, Thuidium sp.
    Plagiomnium sp.

    Dicranum scoparium
    Polytrichum sp. oder Atrichum sp.

    5. Gesamtansicht


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    Ich werden hier regelmäßig Bilder beifügen und über die Entwicklung berichten...


    Stand 22.08.2017

     

     


    Stand 30.08.2017

    Wie man im Bild sieht, der kleine Baum in der Mitte, er ist vertrocknet, es wächst aber ein neuer (noch undefinierbar) .:)

     

     

     

     


    Stand 03.09.2017


    Über Aktuelle Updates werde ich separat nun berichten und neue Artikel erstellen..

    Update ewiges Terrarium 03.09.2017












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    Aufzucht der Grünen Wasseragame

    Schlüpfende grüne Wasseragame Schlüpfende grüne Wasseragame

    Wasseragamen Nachzucht geschlüpft Wasseragamen Nachzucht geschlüpft

    Die frisch Geschlüpften Jungtiere, sind noch sehr zierlich und weisen gerade mal eine Gesamtlänge von ca. 12 - 16cm auf.
    Die Geschlüpften Jungtier haben meistens noch ihren Dottersack, dieser wird innerhalb von 2 Tagen abgestoßen. Solange die Jungtiere ihren Dottersack tragen, ernähren sie sich davon! Ers wenn sie den Dottersack verloren haben, können sie gefüttert werden, dazu aber später mehr.

    Einrichtung des ersten Terrariums

    Wasseragamen Nachzucht Wasseragamen Nachzucht
    für die frisch geschlüpften Jungtiere... sollte anfangs ein kleines "Glas Terrarium 60x40x40", welches sehr sporadisch eingerichtet ist und NUR mit Küchenpapier ausgelegt ist, dieses Terrarium dient auch nur bis sie ihren Dottersack verloren haben. Natürlich sollten die Temperaturen hier ebenfalls schon bei 28°C liegen, eventuell recht eine Beleuchtung von Aussen.

    Haben die Jungtiere ihren Dottersack verloren, müssen sie in ein Terrarium welches:

    mindestens 120cm Breite x 60cm Tiefe x 120cm Höhe ist, meine






    Empfehlung ist 120cm Breite x 80cm Tiefe x 140cm Höhe so können sie bis zu einem alter von ca. 10 Monaten darin verweilen und man hat für später ein Quarantäne Terrarium für eventuelle Quarantäne Fälle.


    Das Aufzucht- Terrarium

    Wasseragamen Nachzuchten Wasseragamen Nachzuchten - Bauweisen aus OSB haben sich bewährt, welches komplett mit Epoxydharz ausgestrichen werden sollte (andere wasserdichte Abdichtungen sind auch möglich)
    - Dämmung und Rückwandgestalltung durch mindestes 40mm Styropor
    - Rückwandgestalltung durch Hypertufa
    - Substrat aus Gartentorf (ungemünzt) und Spielsand ca. 5-10cm hoch einbringen
    - für das Wasserbecken haben sich kleinere Kunststoffschalen bewährt (Filterung des Wassers ist nur notwendig, wenn man das Wasser nicht aller zwei bis drei Tage Wechseln will) Einfach die Kommentarfunktion am ende der Seite nutzen, ich kann gern ein paar Tipps geben.


    - die Beleuchtung, als Pflanzenlicht haben sich LEDs sehr bewährt, diese geben aber KEINE Wärme ab, hierfür sind mindestens 2-3 70W Bright Sun Jungle notwendig


    Wichtig bei der Beleuchtung durch die Metalldampflampen (zB. Bright Sun) das der Mindestabstand eingehalten wird, bei gut überlegter Platzierung von Ästen oder Platos, können so Sonnenplätze geschaffen werden, es sollten mindestens 2 Sonnenplätze entstehen.





    Wasseragamen Nachzucht Wasseragamen Nachzucht

    - Äste zum klettern, hier haben sich Äste von diversen Bäumen als langlebig ergeben...Korkäste, Kastanie, Eiche, Ahorn, Linde, diverse Kernobst Bäume, jedoch keine Harzende wie Pflaume oder zum teil auch Kirsche. Bitte keine Nadelhölzer verwenden!
    - auf Dekoration kann liebend gern verzichtet werden, wenn man wert auf Natürlichkeit legt
    - die Pflanzenwelt sollte mindestens aus 90% echten Pflanzen bestehen, hier eignen sich diverse Ficusarten wie der Ficus Benjamin, aber auch die bekannte Efeutute (kein Garten Efeu!!), hier hab ich mal einige Pflanzen zusammengestellt: Pflanzenlexikon








    Ernährung der Jungtiere

    Wasseragamen Nachzuchten Wasseragamen Nachzuchten

    Wie im Text schon erwähnt, haben die Frisch geschlüpften Jungtiere ihren Dottersack, in dieser Zeit werden sie auch davon ernährt. Sobald der Dottersack abgefallen ist, kann man beginnen mit kleinen Insekten zu füttern, das sind Pinky Maden, micro Heimchen Alle Futterinsekten sollten einzeln verfüttert werden und das mit speziellen Futtertierpinzetten. So läuft man nicht Gefahr, das die Futtertiere das Terrarium besiedeln und es zu einer Invasion kommt, sollte das doch mal passieren, helfen diese Heimchen Fallen im Haushalt (Nicht im Terrarium).


    Gefüttert werden sollte Täglich und ein bis zweimal Wöchentlich, sollten die Futtertiere mit Vitaminpulver bestäubt werden, hier gibt es verschiedenste Präparate, meine Empfehlung: Korvimin ZVT + Reptil und die darauf folgende Fütterung sollte mit einem Kalzium Präparat erfolgen, in diesem Fall empfehle ich das: JBL MicroCalcium natürlich kann da auch eine pause von 2-3 Tagen dazwischen liegen, beides sollte aber mindestens 1mal die Woche verabreicht werden.


    Wasseragamen Nachzucht Wasseragamen Nachzucht

    Ab der 6. Woche können auch schon grössere Insekten verfüttert werden, so zB. Mehlwürmer, kleine Grillen, kleine Heuschrecken und bitte versucht immer wieder auch mal Grünfutter anzubieten, Grünfutter kann Eisbergsalat sein, diverses süsses Obst ... Natürlich alles passend zugeschnitten, die Faustregel... alles was so der grosse des Kopfes entspricht, kann gefressen werden.



    Wasseragamen Nachzucht Wasseragamen Nachzucht




    Mit zunehmenden alter sollten natürlich auch die Futtertiere Wachsen, Frostfutter wie Frost Babymäuse, bitte erst ab einem Alter von ca. 4-6 Monaten verfüttern. Bis zu einem Alter von 14 Monaten, sollten die Wasseragamen Täglich gefüttert werden und bitte soviel, bis sie das Futter verweigern!

    Für Fragen, gern die Kommentarfunktion hier am Ende der Seite verwenden, Danke.

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    Javamoos Hypertufa Javamoos Hypertufa

    Da immer wieder die Frage aufkommt wie man eine Hypertufa Rückwand überhaupt Anfertigt und da mittlerweile auch auf anderen Seiten von Hypertufa berichtet wird aber leider immer wieder Falsch Interpretiert wird, will ich euch hier mal den genauen Aufbau beschreiben.


    Als erstes solltet ihr eurer Terarrium versiegeln, sprich euer Terarrium ist aus zB. OSB- Platten erstellt, diese sind natürlich nur bedingt Wasserdicht, hier empfehlt es sich eine Wasserundurchlässige Schicht aufzutragen, viele sind der Meinung das Epoxydharz reist, dies reist nur wenn es zu dünn aufgetragen wird oder an Fugen, nirgends anders! Fugen sollten auch wenn erst nach dem Auftragen des Harzes Versiegelt werden, dazu aber nicht das billigste Silikon verwenden!


    Anders ist es wenn man Flüssige Folie verwendet, Flüssige Folie wird zB von Fliesenlegern hinter die Fliesen angewendet, damit die Feuchtigkeit nicht durch die Fliesen... Fliesenkleber ins Mauerwerk gelangt! Die Flüssige Folie bleibt dauerelastisch und wirkt auch Riss- und Fugen- überbrückend (maximal 1mm - 2mm).


    Nach dem nun die Rückwand Versiegelt ist und auch die Bodenplatte, sollte man eine Teichfolie auf die Bodenplatte einbringen, aber so... das sie auch die Wände hochsteht, bedenkt aber die Höhe des später eingebrachten Substrates und der Drainage Schicht. Beispiel: Wasseragamen brauchen eine Mindesthöhe an Substrat von 15-20cm + Drainage von 5cm macht gesamt 25cm. Das bedeutet das die Teichfolie an den Wänden mindestens 35cm hoch gelegt erden sollte. Nun das Problem der Falten in den Ecken, man kann die Folie so Falten das man ein "Dreieck" bekommt, so kann man es mit einem Tacker (zB. Dachdecker bedarf) die Folie Fixiren. Geübte werden schon mit der Rückwand aus Styropor begonnen haben, aber von oben (decke des Terrariums) und lassen unten den Streifen von 35cm frei um dann Passgenau eine Styroporplatte einzusetzen, so kann man mit dieser Platte die Folie ebenfalls Fixieren und muss nicht Tackern und geht wohl möglich einer Undichten Stelle aus dem Wege!


    Nach dem nun das Styropor eingebracht ist, wird es mit einer Heißluftpistole in Form gebracht (je nach Gestalterischen Vorstellungen) hier sollten auch gleich Platos oder eventuell Fels ähnliche Struktur eingebracht werden. Auf das Verkleben von Styroporplatten geh ich hier mal nicht weiter ein, kann euch aber Fliesenkleber sehr ans Herz legen, Silikon hält nur kurz auf Styropor! Wichtig ist jedoch das auch die Kannten der Styroporplatten Verklebt werden, so geht man ein auf weiten der Kannten beim Strukturieren mit dem Heißluftfön aus dem Wege.

    Hypertufa | Ficus Pumila Hypertufa | Ficus Pumila


    Nun kann man und sollte bei Hypertufa mindestens eine Schichtdicke von 3mm Flex-Fliesenkeber Auftragen, wie man dass tut ist egal, entweder durch mehrere Schichten mit dem Pinsel (verbreitetste Art) oder Spachteln, wichtig ist das es eben um die 3mm hat! Nun muss alles zu 100% trocknen, dass wird leider immer wieder nicht beachtet und viele fangen dann an zu fragen warum ihr Hypertufa nicht hällt beim Auftragen. Grund ist das durch Kapillarwirkung das Fliesenklebers das Wasser aus dem Hypertufa gesaugt wird und es so auch quasi angesaugt wird an den Fliesenkleber.


    Also nun zum Auftragen des Hypertufas, hier sollte wie hier im Forum beschrieben das Hypertufa angemischt werden, dann mit Einweghandschuhen auftragen, Pinseln geht auch... aber ist in meinen Augen mehr Aufwand, weil das Hypertufa gute 3-5mm dick sein sollte um auch Lange Feuchtigkeit zu speichern und auch wieder Abzugeben, auch Wurzeln finden so besseren Halt darin. Nun was ganz wichtiges was auch immer wieder falsch in diversen anderen Foren beschrieben wird bzw. erst gar nicht erwähnt wird, ist das 100% austrocknen des Hypertufas vor der in Beitriebnahme des Terrariums!


    Hypertufa Hypertufa

    Auch empfehlt es sich das man vor dem Einbringen des Substrates und der Drainageschicht, das Hypertufa mit einer Pumpsprüchflasche ersmal so strark wässert das das Wasser die Wände runter läuft, so werden nochmal Zement Teilchen ausgespült, ob das nun für die Tiere besser ist kann ich nicht beurteilen, ich muss da zusagen das ich das nie machte und meine Wasseragamen haben keinen Schaden bis her genommen.


    Versiegelt werden muss nix mehr, das würde ja dem Hypertufa stören. Bei Wasserfällen oder Bachläufen könnte man zwischen der ersten Schicht Fliesenkleber auf dem Wasserfall nochmal mit E-Harz arbeiten oder anderen Baustoffen (Dichtschlämme) darauf nochmal eine Schicht Fliesenkleber und dann nach 100% Trocknung kann das Hypertufa aufgetragen werden.

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    Terrarium | Einrichtung

    Bau eines Wasseragamen Terrariums


    Die Terrariengröße lässt sich anhand der KRL berechnen, die Formel 5 x 3 x 4


    Name

    (erreichbare GL)
    Habitat­ ansprüche z.T. Herkunft Gehegegröße für 1,1

    (L x B x H) in KRL

    Grund­ Temperatur°C Sonnenplätze

    lokal °C
    soziale Zusammensetzung

    (Lebenserwartung in Jahre,

    je nach Größe)
    Bemerkungen / Besonderheiten
    Wasseragamen Physignathus

    Baumbewohner, tropi­sche Flußufer

    mind. 4 x 3 x 5

    oder 5 x 3 x 4
    25-30

    45

    1,x (15-18) geheiztes Wasserbecken, 1⁄2 der Kletteräste dicker als Körper, feuchtes Substrat

    (hier ein Auszug aus dem Gutachten der Sachverständigengruppe über die Mindestanforderungen an die Haltung von Reptilien vom 10. Januar 1997)


    Hier die PDF Datei:

    haltung-reptilien.pdf


    Laut diesem Gutachten würde das bedeuten das für ein Pärchen 1.1 bei 25cm KRL (mit der Formel 4x3x5), ein Terrarium mit den Maßen 104 x 75 x 125cm ausreichend ist. Im Buch "Wasseragamen und Seegechsen von Heiko Werning" wird das Mindestmaß für eine Gruppe 1.1 von 200 x 100 x 200cm empfohlen.


    Erfahrene Wasseragamenhalter in Foren und auf diversen Webseiten, sind hier aber im Einklang über die Terrariumgröße für eine Gruppe 1.3 Wasseragamen, so das hier eine Mindestgröße von 200 x 100 x 200cm Pflicht ist, größer ist natürlich immer besser!


    Meine Empfehlung Mindestens 250 cm x 125 cm x 200 cm!





    Gesetzliche Größe in Österreich: austria-tierschutz-wasseragame.pdf

    Gesetzliche Größe in der Schweiz: schweiz-tierschutz-wasseragame.pdf





    In einem Paludarium für Wasseragamen, sollte aber auf ein vollwertiges eingerichtetes Aquarium im unteren Bereich verzichtet werden, heißt das Wasserpflanzen und Fische nicht ratsam sind. Die Wasseragamen könnten die Fische als Futter ansehen, des weiteren werden die Wasserpflanzen nicht lange überleben. Was nicht fehlen sollte im Paludarien für Wasseragamen, ein Wasserfall oder ein Bachlauf. Den fließendes Wasser belebt das Terrarium und sorgt so durch die Luftzirkulation für eine höhere Luftfeuchtigkeit im Terrarium.Die Temperaturen müssen tagsüber bei 25 - 32°C liegen, nachts sollte eine Absenkung von 5 - 7 °C geschaffen werden.


    Die Luftfeuchtigkeit regelt man am besten zusätzlich durch eine Beregnungsanlage, die Luftfeuchtigkeit muss morgens bei 90 – 100% liegen, Mittags darf sie auf 60 – 70% abfallen und abends sollte sie wieder auf 80 – 90% ansteigen.




    Bauweise

    Die empfehlenswerten Materialien sind diverse gepresste Sägemehl- Platten, wie zum Beispiel: MDF, Siebdruckplatten, OSB, kunststoffbeschichtete Spanplatten, Sperrholz ab 15mm, Tischlerplatten, aber auch Rigips ist mittlerweile keine Seltenheit mehr.

    Bereits bei der Planung des Terrariums sollte je nach Standort an ein isolierendes Material gedacht werden. Wer sein Terrarium in einem ungeheizten kühlen Keller stehen hat, sollte hier mindestens eine 50mm Dämmung aus Styropor verbauen, im Wohnzimmer hingegen, reicht meist eine 30-40mm Dämmung aus, da die Raumtemperatur bei mindestens 21°C (Wohlfühltemperatur) liegt.

    Styropor oder Styrodur lassen sich ganz leicht mit handwerklichem Geschick bearbeiten und formen, so kann man seine individuelle gestaltete Rückwand erstellen. Gedämmt werden sollten alle 4 Seiten, manche Halter meinen das 3 Seiten völlig ausreichend sind. Hierbei geht jedoch ein großer Teil der Wärme verloren!


    EMPFEHLUNGEN

    Titebond® PU-Kleber, 237 g





    Lüftungsschlitze

    Sie sollten immer gegenüberliegend sein, sprich in der Front unter den Scheiben – ist wichtig, verhindert das Beschlagen der Frontscheiben - und im oberen Bereich der Rückwand oder in der Abdeckung des Terrariums. In einem Terrarium von 200 x100 x 200 (LxBxH) haben sich zwei Belüftungsschlitze je 20 x 6 cm bewährt.


    Die Größe und Anbringung der Belüftungsschlitze kann man jedoch nicht Pauschaleisiren, denn es sind dafür die örtlichen Gegebenheiten ein zu kalkulieren.Verwendet man Alugaze wird damit ein Entkommen der Futtertiere vorgebeugt. Schon beim Bau sollte man sich Optionen der Klimaregelungen offen halten, indem man vorausschauend regelbare Belüftungsschlitze vorsieht. So kann man in der Einlaufphase diese nach Bedarf offen halten, oder sie verkleinern.


    Nicoll B111 einfaches Gitter, rechteckig, mit Fliegengitter 100





    Versieglung

    Versiegelt wird mit Epoxid- Harz oder Duschdicht. Acryllack ist nicht geeignet! Glas sehe ich persönlich als ungünstig, da Glas im Verhältnis zu Holzplatten wesentlich teurer ist und ein Terrarium in den Mindestmaßen unbezahlbar machen würde, auch bringt es viele Nachteile mit sich! Die Dämmung des Terrariums verwendeten Styropor-Platten kann man nach Belieben strukturieren und sollten danach mindestens 3-mal mit Fliesenkleber abgedeckt werden. Weiterführend gibt es mehrere Möglichkeiten die Rückwand zu gestalten, zum Beispiel mit Hypertufa, E-Harz mit Quarzsand, Abtönfarben, Xaxim, diverse Torfe mit Latex gemischt, … Hypertufa




    Drainage

    Eine Drainage ist sehr wichtig und sollte aus Blähton bestehen, denn Blähton ist leichter und gerade bei großen Terrarien mit einer Gesamtfläche größer als 2m² vorteilhafter. Die Drainageschicht sollte mindestens 3 cm betragen, aber auch nicht mehr als 6cm.


    Hier mal ein Online Rechner, um die benötigte menge an Blähton zu berechnen


    Seramis ist auf Grund der Wasserspeicherung und geringen Durchmesser nicht geeignet!





    Substrat

    Sollte ein Gemisch, aus 20 Teile ungedüngter Blumenerde (z.B. Teicherde / Torf / Walderde) und 10 Teile Spielsand (siehe Baumarktangebote) bestehen. Zusätzlich kann das Substrat mit Pinienrinde (15-22mm) angereichert werden. Vorteil an der Pinienrinde wäre, dass die Feuchtigkeit im Substrat besser gehalten wird, Nachteil ist, das durch stücke, die ins Wasserbecken gelangen, der Filter verstopfen kann. Die Substrathöhe sollte für adulte Wasseragamen mindestens 15cm – 20 cm betragen, da die Weibchen bei zu flachen Substratschichten keinen passenden Ablageplatz für ihre Eier finden und in Legenot geraten können.


    Gartentorf 150l

    25 kg Spielsand




    Wasserbecken

    Das Wasserbecken kann rund die Hälfte der Grundfläche einnehmen und sollte mindestens 20-30 cm Wassertiefe aufweisen. Das Wasser wird mit einem Filter (Aquarienaußenfilter 500l/h) gereinigt. Es ist keine Zusatzheizung notwendig, da die Wassertemperatur ca. 2°C niedriger als die Umgebungstemperatur, allerdings nicht unter 22°C liegen sollten!


    Empfehlung


    Heissner Teichbecken quadratisch 150 x 150 x 45 cm

    Heissner 79 x 79 x 45 cm vorgeformter Water Garden – Schwarz




    Wasserfall

    Ein Wasserfall ist keine Bedingung, allerdings sehr vorteilhaft, da durch ihn nochmals die Luftfeuchte angehoben wird und somit auch stabiler gehalten werden kann. Außerdem bevorzugen die Wasseragamen diesen zum relaxen und baden.




    Dekoration

    Es sollten der Größe der Tiere angepasste und fest angebrachte Kletteräste verbaut werden. Als Minimum für den erforderlichen Durchmesser der Äste sollte der Körperumfang der Wasseragame (Männchen 10 cm und Weibchen ca. 6-7 cm) dienen.


    Äste die im Substratbereich stehen, sollte man zusätzlich mit Epoxydharz versiegeln. Die Äste müssen gut verschraubt werden und die Schrauben dürfen keine Verletzungsgefahr mit sich bringen. Gleichfalls sind kleine Astgabelungen zu vermeiden oder sollten mit Naturmaterial, wie zum Beispiel Bast, gesichert werden.


    Hier ist eine mögliche Verletzung vorzubeugen!




    Pflanzen

    Echte Pflanzen sind ein ausgezeichneter Klimaregler und lassen sich auch mit künstlichen Pflanzen kombinieren. Beispiele: Ficusarten, Bromelien, Efeutute, Yucca-Palme, Tillandsien, Drachenbaum, Zwergpalmen.


    Eine Übersicht findest Du hier Pflanzen-Lexikon - Wasseragamenforum.info




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