Pflanzen im Wasseragamen- Terrarium



  • Die Auswahl der richtigen Pflanzen, ist bei Wasseragamen nicht ganz einfach, auf alle Fälle sollte bei der Wahl auf Robuste Arten zurückgegriffen werden. Aber auch Pflanzen mit feinen Blättern und Geäst, sind möglich. Sicher wird man immer wieder Pflanzen nachkaufen müssen. Um eine üppige Flora im Terrarium heranzuziehen gibt es ein paar grundlegende Regeln...


    1. Trampelpfade der Wasseragamen kennenlernen
    2. Viel qualitativ gutes Licht
    3. Optimales Substrat
    4. Optimale Klimatische Bedingungen
    5. Pflege


    Gehen wir mal auf den ersten Punkt näher ein. Wasseragamen haben nahezu immer ein und denselben Trampelpfad, dementsprechend sollte man auch Pflanzen.


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    Es nützt nix, wenn man Pflanzen in ihre Trampelpfade setzt, sie werden diese definitiv zerstören. Wasseragamen haben auch Lieblingsplätze, sei es ein Ast in Luftiger Höhe oder ein Stein am Wasserbecken oder ein Felsvorsprung am Wasserfall..



    Natürlich kann es passieren, dass Wasseragamen Weibchen, beim Buddeln, mal pflanzen frei legen oder auch zerstören, dies habe ich aber selten beobachtet. Auch gelten Weibchen als eher Zärtlicher als das Männliche Geschlecht zur Pflanzen Welt.





    Punkt zwei, das Licht, ein sehr wichtiger Faktor, ich verwende nur Beleuchtungstechnik die auch den Wasseragamen nicht schaden und natürlich auch das Optimum an Licht abgeben und Energiebewusst sind. Hier gibt es viel auf dem Markt, ich bevorzuge die Bright Sun Jungel, sie ist speziell für tropische Arten entwickelt und sollte somit auch entsprechend den Lichtansprüchen der Pflanzen gerecht werden. Mit anderen Herstellern erreicht man sicher selbige, ich habe sehr gute Erfahrungen eben mit der Bright Sun Jungle gemacht.


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    Auch sind HQI bzw. HCI Brenner sehr Energiebewusst, schaut man sich normale PAR 38 Strahler im Vergleich an. Um natürlich der Flora auch das richtige Farbspektrum zu bieten (Rot- / Blaulichtanteil) kommt man nicht drum rum und sollte hier auf LED- Pflanzenlicht zurück greifen. Ich hab sehr gute Erfahrungen gemacht. Musste aber auch Kritik einstecken, wenn es um das Betrachten des Terrariums geht/ging. Denn das Violette Licht (Mischung aus Blauen und Rotem LED- Licht) kann beim Betrachten des Terrariums schon als Störend empfunden werden, mein Argument und Tipp, lasst die Pflanzenbeleuchtung zu einem Zeitraum eingeschaltet, wenn ihr außer Haus seid (Arbeit), dann stört es auch niemanden. Den Wasseragamen jedenfalls stört das Farbspektrum nicht, zumindest habe ich nichts negatives feststellen können.



    23-69483c12.jpgBeim Substrat, was Punkt 3 umfasst, ist es wichtig dass es ein Substrat ist, was frei von Styropor ist, es gibt Substrate, welche Styropor als Auflockerung beinhaltet. Hier bevorzuge ich Gartentorf (ungedüngt) und Spielsand, welches im Verhältnis 1:1 vermischt wird und mindestens 20cm eingebracht werden sollte.


    Auch darf keine Staunässe entstehen, welche durch die Drainageschicht ja vermieten wird. Das Substrat sollte auch nie zu 100 Prozent austrocknen, auch empfiehlt es sich ein guter Eimer voll Waldboden (Moose, verfaultes Holz (Kein Nadelholz)) einzubringen. So leben kleine Regenwürmer, Springschwänze und Asseln im Substrat.. was das Substrat leben lässt.





    Punkt 4 ist ein langer Prozess, der sich nicht von heut auf morgen einstellt. Anfangs muss man sehr viel per Hand regulieren. Auch werden die Klimatischen Verhältnisse sich ständig ändern, sie werden nie gleich sein! Man kann auch nie die Aussage treffen, Pflanze XY ist an der Stelle am besten aufgehoben, denn jedes Terrarium hat unterschiedliche Licht / Wärme Verhältnisse sowie unterschiedliche Luftfeuchtigkeit.


    16-93af1ea6.jpgDer Punkt Luftfeuchtigkeit spielt eine sehr große Rolle, nicht nur müssen wir die Haltungsbedingung der Wasseragamen einhalten, also 60-90% am Tage und nachts zwischen 80-100%. Hypertufa ist hier sehr hilfreich und beeinflusst das Klima positiv. Vorteil ist, das Hypertufa nimmt das Wasser in „Großen mengen“ auf und gibt es als Wasserdampf wieder ab.


    25-495548ab.pngIst die Flora noch mickrig, wird auch das Hypertufa schneller austrocknen, erst durch Schatten Bildung wird hier an einigen Stellen, dass Hypertufa länger Wasser speichern und die Luftfeuchte wird konstanter sein. Wichtig ist, das Hypertufa sollte nie ganz austrocknen, so bilden sich Moose (kann man auch Impfen) Ficus arten, wie Ficus Pumila findet ebenfalls optimalen halt am Hyertufa. Aber auch Ficus Benjamina kann darin wurzeln.








    22-99dcb72a.jpgNun wird ich oft gefragt, wie schaffst du das mit den Luftwurzeln, ganz einfach, ich habe die Zuluft und Abluft auf ein Minimum reduziert, so das es den Wasseragamen nicht zu warm wird und es auch nicht Schimmelt, wobei anfangs das Hypertufa schimmeln könnte. Durch das ständige feuchte Substrat und dem am tiefsten gelegenen Wasserbecken, steigt hier immer Wasserdampf auf und Ficusarten fangen an Luftwurzeln zu bilden und wachsen dem „Wasser“ entgegen.


    Die Pflege, ist nicht ganz unwichtig, aber sie beläuft sich in den ersten Jahren nur darauf, dass man abgestorbene Pflanzenreste aus dem Terrarium entfernt oder man hat eine schlecht einsehbare Ecke, die man als Kompost nutzen kann. Erst in den kommenden Jahren und Wachstum der Flora, geht es an das verschneiden, welches immer mit sauberen (desinfizierten) Gartenschären oder Messern geschähen sollte.

    Ich lass es wachsen, ich scheide aller 1-2Monate maximal die Lampen frei, denn eine Brandgefahr besteht sicher, wenn das Geäst in die doch über 200°C heiße Beleuchtung wächst.



    Geeignete Pflanzen

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